Im Prinzip hat der steuerehrliche Bürger den AIA nicht zu fürchten.


Allerdings weiß jeder Unternehmer aus Erfahrung, dass mit den Steuerbehörden nicht zu spaßen ist und diese oft wenig Verständnis für Strukturen und Gestaltungen haben, die auch nur leicht aus der Norm fallen.


Man sollte daher ein großes Interesse daran haben, jede Diskussion mit den Finanzbehörden zu vermeiden. Man ist als Betroffener immer der Verlierer. Selbst wenn man „nur“ Lebenszeit und Lebensqualität verliert, weil man sich mit unhaltbaren Vorwürfen rumschlagen und diese aus der Welt schaffen muss.


Freilich – wer in Wanne-Eickel Fahrräder verkauft wird relativ wenig mit dem Ausland in Berührung kommen. Seine steuerlichen Angelegenheiten sind einfach und wenig komplex.


Wer aber umfangreich im Ausland tätig und an Auslandsgesellschaften beteiligt ist, der weiß, wie komplex Vermögensverhältnisse sein können. Da gibt es viel Raum für unvorteilhafte Interpretationen, selbst wenn man sich 100% korrekt verhält.


Daher ist es für so aufgestellte Unternehmer sehr interessant, in einem Land zu leben, in dem man sich für seinen Erfolg und seine Auslandsbeteiligungen nicht rechtfertigen muss. 


Wer findet es nicht attraktiv, in einem Land zu leben, in dem er sich um den gesamten Themenkomplex des Außensteuerrechts schlicht keine Gedanken machen muss, weil an seinem Wohnsitzstaat entsprechende Regeln schlichtweg nicht existieren?



Mehr Informationen zum OECD Common Reporting Standard