Bisher konnten Unternehmen bestimmte Abteilungen (z.B. konzerneigene Leasinggesellschaften) in steuergünstige Länder verlagern und mit sehr wenig Substanz sehr hohe Zinserträge im steuergünstigen Ausland erzielen. In Zukunft wird dies nicht mehr möglich sein.

 

BEPS bewirkt, dass z.B. bei Zinsgebühren das wirtschaftliche Risiko mitberücksichtigt werden muss. Da eine konzerneigene Finanzgesellschaft praktisch kein Risiko hat, da sie keinen Wettbewerb zu befürchten hat, müssen die veranschlagten Zinsen entsprechend angepasst werden.

 

Dieses Prinzip wird in gleicher Weise für alle konzerninternen Verrechnungspreise angewandt. Verrechnungspreise müssen also nicht mehr nur einem Drittvergleich standhalten. Sie müssen aufgrund des reduzierten geschäftlichen Risikos auf Seiten des Leistungserbringers in Zukunft zu reinen Kostenpreisen plus einem kleinem Aufschlag verrechnet werden.



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