Sie können Teile Ihres Betriebes oder den gesamten Betrieb ins Ausland verlagern, solange dies glaubwürdig nach außen darzustellen ist.


20 Mitarbeiter im Inland zu haben, aber keine Mitarbeiter im Ausland kann dabei nicht die Lösung sein.


Überlegen Sie, welche Tätigkeiten im Ausland realistisch ausgeführt werden können. Stellen Sie sicher, dass das entsprechende Personal und die richtige Infrastruktur vorhanden sind.


Beispiele:

  • Sie verlegen Ihr Auslandskundengeschäft ins Ausland. Inländische Kunden werden von Ihrem bisherigen Betrieb weiterbetreut.
  • Sie verlegen die Buchhaltung oder den Einkauf ins Ausland.
  • Sie entwickeln Software oder Webseiten (bzw. Marketingmaterial allgemein) und lassen die ab sofort im Ausland entwickeln.
  • Sie erschließen neue Märkte im Ausland und machen dies vom Ausland aus.
  • Sie suchen neue Lieferanten im Ausland und lassen den Einkauf und die Logistik vom Ausland aus erledigen.
  • Sie lagern Patente und Lizenzen in eine Auslandsgesellschaft aus und verrechnen Lizenzgebühren an Ihren inländischen Betrieb.


Ein Beispiel aus der Praxis: Jeder der hochqualifizierten Mitarbeiter einer großen englischen Beratungsfirma erstellt jeden Monat etliche Powerpoint-Präsentationen, welche in der Akquise von Neukunden verwendet werden. Diese teuren Mitarbeiter verbringen hunderte Stunden pro Jahr mit Powerpoint. Die Beratungsfirma entscheidet sich nun, im Ausland eine „Powerpoint“-Gesellschaft zu gründen. In China wurden Dutzende von Chinesen angestellt, die Powerpoint-Experten sind. Diese erstellen ab sofort die Powerpoint-Präsentationen - die Berater spezifizieren nur noch. Intern abgerechnet werden die Chinesen über eine Hong Kong Gesellschaft (0% Steuern!), und zwar zu Stundensätzen, die 15% billiger sind als die Stundenlöhne der englischen Mitarbeiter. In der Realität werden so Millionen von Gewinn legal von England nach Hong Kong verschoben.


Noch ein Beispiel: Ein großes deutsches Ingenieurbüro entscheidet sich dazu, künftig alle Akten elektronisch und als Scan zu verwalten. Es wird ein Büro in Osteuropa eröffnet (Monatsgehalt €250). Dort werden 20 Mitarbeiter eingestellt. Alle Akten der letzten 10 Jahre werden per LKW an das Büro geliefert. Für die 20 Mitarbeiter wird 70% des deutschen Bruttogehalts von der Auslandsfirma (Niedrigsteuerland) an das deutsche Büro verrechnet. Wiederum erfolgt eine völlig legale Betriebsverlagerung ins Ausland.


Grundsätzlich geht alles, solange es Sinn macht. Was nach außen hin keinen Sinn macht, ist riskant. Es muss in der Außendarstellung einen anderen Grund für die Gründung einer Auslandsgesellschaft geben als die reine Steueroptimierung.



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